Neues

Preisunterschied, Bio und Anbietersuche: Warum und wie?

Spätestens wenn das billige Steak in der Pfanne zusammenschrumpft zeigt sich: Die scheinbar günstigere Ware gaukelt den besseren Preis nur vor. Was wir dem Kassierer für industriell erzeugtes Fleisch bezahlen, ist nur ein Teil dessen, was es uns eigentlich kostet: Wir tragen die Last von Subventionen und Externalisierung, nehmen die Nachteile von Skaleneffekten in Kauf. Warum ist Weidefleisch teurer? weidefleisch.org beantwortet diese Frage hier.

Bio-Fleisch ist nicht gleich Weidefleisch. Die Bio-Richtlinien sehen keine ganzjährige Weidehaltung vor und erlauben eine Endmast bis zu drei Monaten im Stall ohne Auslauf. Die Folgen: Nachteile für Tier und Mensch, Umwelt und Gesellschaft – und die Produktqualität.

Nicht ein grünes Siegel oder ein Richtlinienkatalog gewährleisten die beste Qualität. Sondern ein Erzeuger, der stetig nach Verbesserung strebt und wirtschaftet mit größter Rücksicht auf Tier und Mensch, Natur und Nachhaltigkeit. Näher thematisiert das die neue Seite auf weidefleisch.org: Ist Bio nicht das beste?

Weidefleisch ist keine Supermarktware. Stattdessen findet man es überwiegend direkt bei Erzeugern in ganz Deutschland. Wie und wo man diese Landwirte findet, erklärt Schritt für Schritt die Seite: Wie finde ich Weidefleisch-Anbieter?

Artenvielfalt, Effizienz und Zuständigkeit für Weidehaltung

Die Erzeugung von Lebensmitteln durchdringt alle Bereiche des täglichen Lebens. Welches Fleisch in welcher Menge ein Niedersachse isst, hat Rückwirkungen auf seine Nachbarschaft, das Klima in Italien, die Armut in Ghana, die Politik in Berlin und die Gehaltsabrechnung seines Schwagers. All diese Zusammenhänge soll weidefleisch.org darlegen und erklären und das geht nur schrittweise. In den letzten Wochen haben wir uns dreier verschiedener Themen angenommen.

Frösche, Fledermäuse, Flussregenpfeifer und viele andere Arten gewinnen durch Beweidung von Wiesen und Wäldern. Auch unzählige Pflanzenarten freuen sich, wenn ein Schaf im Fell 8.500 ihrer Samen aus 57 Arten bis zu 100 Tage herumträgt und so über hunderte Kilometer verteilt. Das ist der Nutzen der Weidehaltung für die Artenvielfalt. Mehr erfahren Sie hier: Artenvielfalt durch Beweidung.

Wer am veralteten System der industriellen Massentierhaltung festhalten will, wirft der Weidehaltung oft Ineffizienz vor. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: In vielerlei Hinsicht ist Weidehaltung erheblich effizienter als die Intensivmast. Das erklären wir unter: Ist Weidehaltung effizient?

Muss die Politik mehr tun und Gesetze schaffen, um Weidehaltung zu erzwingen? Oder müssen Landwirte einfach härter arbeiten? Wer ist Zuständig für mehr Weidehaltung? Auch diese häufige Frage beantworten wir gerne.

Landschaftspflege, Welthunger und Bauer Siegel schießt

Langsam kehrt der Frühling ein und bald können wir wieder unzählige grüne Explosionen in Zeitlupe beobachten: Bäume und Büsche bereichern unsere Landschaft und beglücken unsere Augen mit einem Farbenmeer. Eine spektakuläre Vorführung mit freiem Eintritt. Gesunde Ökosysteme bieten noch mehr: Hochwasser-, Lawinen- und Klimaschutz, Wasserfilterung und nicht zuletzt Erholung. Damit unsere Landschaft diese wertvollen Dienste leisten kann, bedarf sie Pflege. Weidefleisch und Weidehaltung bieten die Möglichkeit, aktiven und fruchtbaren Naturschutz mit landwirtschaftlicher Nutzung zum Gewinn aller zu verbinden. Wie das funktioniert, erklärt die neue weidefleisch.org-Seite Landschaftspflege durch Beweidung.

Auch die globale Landschaft beeinflussen wir durch regionale Weidehaltung zugunsten des Gemeinwohls. Wenn wir Tiere auf der Weide halten, sei das nicht effizient und man könne so nicht die Welt ernähren, lautet ein häufiger Vorwurf. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Mehr Weidehaltung und weniger Fleischerzeugung in Intensivtierhaltung bei uns kann die soziale Situation in Ländern der dritten Welt verbessern. Mehr erfahren Sie im Beitrag Kann Weidefleisch die Welt ernähren?

Vollkommen schlüssig ist Weidehaltung nur durch den Kugelschuss auf der Weide. Immer mehr Pioniere ebnen den Weg, damit diese Art der Schlachtung Normalität werden kann. Erst vor wenigen Monaten berichtete der Bayerische Rundfunk über Bauer Herbert Siegels Erfolg bei der Umsetzung. Hier sehen Sie den sachlich produzierten Beitrag als Video:

Herbert Siegel finden Sie in der weidefleisch.org-Liste der Weidefleisch-Anbieter im Postleitzahlenbereich 8.